
BAUSUBSTANZ MIT ZUKUNFT
SANIERUNGSFÖRDERUNG
Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Antragstellung gibt es hier:
Steigende Energiekosten und gesetzliche Vorgaben machen es für viele Hausbesitzer unumgänglich, sich mit dem Zustand ihrer Immobilie auseinanderzusetzen. Wer heute saniert, investiert nicht nur in den Werterhalt seines Hauses, sondern spart langfristig Heizkosten und schont die Umwelt. Zudem steigen durch eine Sanierung die Wohnqualität und der Gebäudewert. Besonders lohnend ist es, jetzt aktiv zu werden: Das Land Vorarlberg bietet auch 2025 attraktive Fördermodelle, die Eigentümern finanziell unter die Arme greifen und Sanierungen in vielen Fällen erst ermöglichen.
Energetische Optimierung
Das Förderungsprogramm richtet sich an all jene, die bestehende Gebäude energetisch verbessern möchten. Dazu gehören Maßnahmen wie die Dämmung von Fassaden, Dächern und Böden, der Austausch alter Fenster sowie die Installation moderner, umweltfreundlicher Heizsysteme. Aber auch Umnutzungen, etwa die Schaffung neuer Wohnungen in bestehenden Gebäuden, werden unterstützt.
Sanierung statt Neubau – ein Beitrag zum Klimaschutz
Während Neubauten oft als Maßstab für modernes und energieeffizientes Wohnen gelten, gerät ein entscheidender Aspekt häufig in den Hintergrund: Der Bau eines neuen Hauses verursacht enorme Mengen an CO2. Besonders energieintensiv sind die Herstellung von Baumaterialien wie Beton, Ziegel und Stahl sowie der gesamte Bauprozess selbst. Studien zeigen, dass allein der Bau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses so viel CO2 freisetzt, wie ein einzelner Haushalt in Jahrzehnten durch seinen Energieverbrauch ausstoßen würde.
Sanierung hingegen ist ein deutlich nachhaltigerer Weg, um Wohnraum energieeffizienter zu gestalten. Durch die gezielte Modernisierung bestehender Gebäude kann der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden, ohne dass neue Emissionen in der Produktion von Baumaterialien entstehen. Zudem werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt, was ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Umwelt ist.
Nachverdichtungsbonus
Ein weiterer ökologischer Vorteil der Sanierung liegt in der Möglichkeit der Nachverdichtung. Statt neue Siedlungsflächen zu erschließen, können bestehende Gebäude erweitert oder umgebaut werden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Ob Dachausbau, Anbau oder Umnutzung eines ungenutzten Nebengebäudes – jede dieser Maßnahmen sorgt dafür, dass bereits vorhandene Strukturen effizient genutzt werden, ohne weitere Flächen zu verbrauchen.
Die Nachverdichtung wird in Vorarlberg durch verschiedene Fördermodelle gezielt unterstützt. Wer bestehende Gebäude um zusätzliche Wohneinheiten erweitert oder leerstehende Gebäude zu Wohnraum umfunktioniert, erhält einen sogenannten Nachverdichtungsbonus. Dieser stellt sicher, dass die Schaffung neuer Wohnmöglichkeiten nicht zulasten der Umwelt geht, sondern bestehende Ressourcen optimal genutzt werden.
Die Förderungen
Das System der Sanierungsförderung in Vorarlberg setzt sich aus einer Basisförderung und mehreren zusätzlichen Boni zusammen. Die Grundförderung orientiert sich an der Größe der sanierten Bauteile. Wer also beispielsweise seine Außenwände oder das Dach dämmt, erhält Fördergelder, deren Höhe sich nach der Fläche der jeweiligen Sanierungsmaßnahme richtet. Zusätzlich dazu gibt es verschiedene Bonuszahlungen für besonders nachhaltige oder umfassende Sanierungen.
Ein besonders attraktiver Bonus ist der Gesamtsanierungs-
bonus, der dann gewährt wird, wenn mindestens drei unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden. Wer also etwa Fenster tauscht, die Fassade dämmt und gleichzeitig eine neue Heizungsanlage einbaut, erhält eine deutlich höhere Fördersumme. Ebenso werden Nachverdichtungen – also der Ausbau ungenutzter Flächen zu Wohnraum – mit zusätzlichen Fördergeldern belohnt.
Ein weiteres wichtiges Kriterium für höhere Zuschüsse ist die ökologische Qualität der verwendeten Materialien. Wer Baustoffe mit geringem Energieaufwand in der Produktion einsetzt, kann den sogenannten Materialressourcenbonus erhalten. Ebenso gibt es finanzielle Anreize für Hausbesitzer, die ein geerbtes oder erworbenes Haus innerhalb von zwei Jahren sanieren. In diesem Fall kann ein Revitalisierungsbonus beantragt werden.
Für besonders energieeffiziente Sanierungen, die den Heizwärmebedarf des Hauses deutlich senken, steht ein HWB-Bonus zur Verfügung. Ebenso wird ein CO2-Bonus gewährt, wenn die Emissionen des Gebäudes einen bestimmten Grenzwert nicht überschreiten. Zusätzlich gibt es eine Unterstützung für Haushalte mit niedrigerem Einkommen, die mit einem speziellen Einkommensbonus gefördert werden.
Darlehen oder direkter Zuschuss
Eigentümer können frei entscheiden, ob sie die Förderung in Form eines zinsgünstigen Darlehens oder als direkten Zuschuss in Anspruch nehmen. Bei der Kreditvariante profitieren Antragsteller von einer äußerst günstigen Finanzierung: Die ersten zehn Jahre sind zinsfrei, danach folgt eine moderate Verzinsung. Wer lieber sofort eine finanzielle Unterstützung erhalten möchte, kann sich für einen direkten Barzuschuss entscheiden. In diesem Fall wird 30 Prozent der möglichen Darlehenssumme als einmaliger Zuschuss ausgezahlt. Die Höhe der Förderung hängt nicht nur von den geplanten Maßnahmen ab, sondern auch von der Größe der sanierten Flächen und der Anzahl der gewährten Boni. Eine Online-Berechnungshilfe auf der Website des Landes (unten via QR-Code verlinkt) ermöglicht es, unverbindlich die mögliche Fördersumme zu ermitteln.
Die Antragsstellung
Bevor die Sanierung beginnt, sollte man sich umfassend beraten lassen. Das Energieinstitut Vorarlberg bietet eine kostenlose Erstberatung an, die hilft, die besten Maßnahmen für das jeweilige Gebäude zu planen. Zudem ist eine detaillierte Sanierungsberatung möglich, die mit bis zu 2.000 Euro gefördert wird.
Die Förderung muss vor Beginn der Bauarbeiten beantragt werden. Rechnungen, die älter als sechs Monate sind, können nicht mehr berücksichtigt werden. Nach der Bewilligung bleibt ein Zeitraum von zwei Jahren, um die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Nach Fertigstellung erfolgt die Endabrechnung, die die Grundlage für die endgültige Förderhöhe bildet. Erst dann wird das Geld ausbezahlt.
Um lange Wartezeiten und Verzögerungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Antrag frühzeitig zu stellen und eine gut strukturierte Abrechnung einzureichen.
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